Balinesischer Kochkurs – traditionell balinesisch kochen lernen

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Kochen und Essen sind unsere Leidenschaften. Doch einen balinesischen Kochkurs haben wir noch nie mitgemacht. Wie läuft so etwas ab? Was lernt man? Und vor allem, wie schmeckt das gekochte Essen? Steffen hat als Koch bereits jahrelange Erfahrung in diversen, renommierten Küchen gesammelt und auch den Spaß am Kochen in unser gemeinsames Leben gebracht. Einen Kochkurs auf Bali mitzumachen hat uns schon lange gereizt, denn wir lieben die balinesische Küche und freuen uns immer, unseren Erfahrungsschatz zu erweitern.

 

Traditionell balinesisch kochen im Puri Dajuma

Und so nehmen wir die Gelegenheit auf einen balinesischen Kochkurs im Puri Dajuma Beach Eco-Resort & Spa wahr, unserem Ressort während unserer Reise in den Westen Balis. Hier lernen wir dir traditionelle Zubereitung des balinesischen Essens. Hinter uns liegt ein ereignisreicher Tag, denn wir haben heute auf einer Tour mit Mitarbeitern des Puri Dajuma den Westen Balis erkundet.

Nun lassen wir den Tag mit einem Kochkurs ausklingen, auf den wir uns sehr freuen. Ein bisschen gespannt sind wir auch, denn wir wissen nicht genau, was uns erwartet. Den Blogbeitrag zu unseren Erlebnissen unserer Westbalitour findest du übrigens hier:

Westbali – Paradies zwischen Dschungel und Reisfeldern

 

 

Der balinesische Koch Dedi leitet unseren Kochkurs

Dedi ist unser Koch für den Tag und wir bereiten zusammen das Abendessen für uns vor. Dedi ist ein erstklassiger Koch und Küchenchef im Puri Dajuma. Er kocht schon seit Jahren, und obwohl er seinen Beruf eher nebenbei erlernt hat, bis er offiziell als Koch eingestellt wurde, zaubert er tolles Essen. Denn er liebt es, zu kochen, und das schmeckt man. Dedi kocht nur mit uns alleine als einzigen Teilnehmern, hat aber selbst noch etwas Unterstützung aus seiner Küche mitgebracht. Und so haben wir ein paar helfende Hände, die Zutaten besorgen oder auch mal in der Pfanne rühren können.

 

Die frischen Zutaten liegen im Restaurant für uns bereit

Als wir das Restaurant betreten, ist bereits alles vorbereitet. Die Schwüle des Tages dringt vor dem Hintergrund des Grüns der Palmen zu uns bis ins Restaurant und es ist ziemlich warm. Dedi wartet an einem extra hergerichteten Tisch auf uns. Kochplatten, Pfannen und Brettchen stehen bereit. Wir bekommen beide eine Schürze, während Dedi uns kurz die Zutaten zeigt und uns erklärt, was wir heute zubereiten werden. Auf unseren Wunsch hin gibt es ein veganes Gericht, wenn man von einem Ei absieht, das separat zubereitet wird.

Wir werden den Klassiker unter den balinesischen Gerichten kochen – Nasi Campur. Nasi Campur ist ein traditionelles Essen, das überall auf Bali gegessen wird. Es besteht aus Reis (Nasi) mit verschiedensten gemischten Beilagen (Campur), die je nach Koch und Geschmack sehr vielfältig ausfallen.

 

Spezialitäten aus der balinesischen Küche – Tempeh, Urab und Tofu

Jedes asiatische Land hat ein Hauptgericht, das die Bewohner oft täglich essen. Und auch wenn all diese Gerichte meist aus Reis und einem Curry bestehen, gibt es jedoch enorme Unterschiede im Geschmack, der Zubereitung und dem Anrichten. Und so lieben wir das Reis und Curry von Sri Lanka genauso wie das Thai-Curry Thailands oder eben das Nasi Campur Indonesiens.

Für uns gibt es heute Reis mit Tempeh Manis, Urab, Bali Tofu und frittierte Spinatcracker. Vor uns ausgebreitet liegen frischer Kohl, Gemüse und Gewürze. Dedi sagt uns, was wir zuerst schneiden müssen. Und so beginnt unser spannender und toller Kochkurs, bei dem wir viel über unseren liebenswerten Koch erfahren und uns mit ihm austauschen – über das Kochen, über Bali, über die Touristen und über seine Familie und unser Zuhause.

 

❖ Tempeh Manis

Unter Tempeh Manis versteht man süßen Tempeh. Dieser wird frittiert und anschließend in einer roten Soße zusammen mit Kecap Manis, einer süßen Sojasoße, gekocht bis die Soße schließlich eingekocht und karamellisiert ist. Man kann zusätzlich zum Tempeh auch Tofu verwenden und beides zusammen gleichermaßen zubereiten.

 

❖ Bali Tofu (Nyat Nyat)

Die Balinesen unterschieden zwischen verschiedenen Tofuarten wie Bali Tofu oder Lombok Tofu. Der balinesische Tofu ist weicher als der Tofu von Lombok und wird gerne zusammen mit Tempeh Manis serviert. In unserem Fall schneiden wir den Tofu zurecht und frittieren ihn in Sojaöl. Anschließend geben wir den Tofu zusammen mit einer gelben Soße in eine Pfanne und lassen alles ein wenig einkochen.

 

❖ Urab

Hierbei handelt es sich um ein traditionell indonesisches Gericht. Es ist eine Art Salat aus verschiedenen Gemüsen, der alleine oder als Beilage gegessen wird. Welche Gemüsesorten verwendet werden, ist abhängig vom Koch. In unserem Fall haben wir Chinesischen Kürbis, Weißkohl, Bohnensprossen und einen örtlich wachsenden Wasserspinat. Beliebt ist auch grüne Papaya. Das Gemüse wird blanchiert, abgeschreckt und mit der Urab-Soße vermischt, die unter anderem aus Kokosraspeln, Chili, Knoblauch und Zwiebeln gekocht wird.

 

Die Soßen – Gelbe Soße, Rote Soße, Urab-Soße und Sambal Matah (Balinese Salsa)

Die Soßen der Balinesen bestehen aus vielerlei Gewürzen und werden häufig mit viel Knoblauch, Zwiebeln und Chili zubereitet. Ein einzigartiges und vielfältiges Geschmackserlebnis. Und so bilden viele verschiedene Soßen die Grundlage für mehrere Gerichte. Beispielsweise werden die Gelbe Soße und die Rote Soße auch zur Herstellung der Urab-Soße verwendet.

Dedi erklärt uns, welche Zutaten in welchen Teil des Gerichts kommen. Wir beginnen mit der Herstellung der Soßen. Die Basis der Roten Soße sind blanchierte Tomaten und Chili. Diese Soße bildet die Grundlage für das Tempeh Manis und die Urab-Soße. Steffen schneidet zusammen mit Dede frischen Chili, Knoblauch und kleine Schalotten. Diese kommen mit den Tomaten zusammen in den Mixer und anschließend wird das Püree in einer Pfanne eingekocht und gewürzt.

 

Gewürze zaubern herrliche Düfte in die Luft

Dedi fängt an, die Zutaten für die Gelbe Soße in der Pfanne anzubraten. Es riecht fantastisch, während eine große Dampfwolke von scharf angebratenem Knoblauch, Chili und Schalotten aufsteigt. Dazu kommen Kafirlimettenblätter, Ingwer, Galgant und Zitronengras. Ebenso wie Kimirnüsse, Koriandersamen und Kurkuma. Das Ganze wird mit Salz, Pfeffer und Zucker abgeschmeckt. Die gelbe Soße duftet herrlich und schmeckt noch besser. Sie ist die Grundlage für das Tofu und ebenfalls Basis für die Urab-Soße.

Während wir Weißkohl schneiden, Chinesischen Kürbis schälen und Wasserspinat, den Bayam, für das Urab zupfen, raspelt Dedi die frische Kokosnuss auf einer Reibe zu kleinen Kokosraspeln. Diese kommen in die Urab-Soße in die Pfanne, nachdem unser Koch Schalotten, Knoblauch und Chili angebraten hat. Anschließend kommt noch etwas Kokosmilch dazu, zusammen mit etwas Gelber und Roter Soße. Alle Zutaten werden noch etwas eingekocht und danach abgeschmeckt.

 

Tempeh und Tofu runden das Essen ab

Nun werden Tofu und Tempeh geschnitten. Dedi zeigt uns, wie breit die einzelnen Stücke sein müssen und wir geben unser Bestes, das umzusetzen. Dedi blanchiert das Gemüse während unser junger Koch Tofu und Tempeh in einem Topf frittiert. Das heiße Fett blubbert und spritzt, sobald eine Portion Tempeh in das Öl getaucht wird. Das blanchierte Gemüse schreckt Dedi in Eiswasser ab, presst es aus und gibt die Bohnensprossen dazu. Anschließend vermischt er das Gemüse mit der Urab-Soße.

Zum Schluss bereiten wir das Sambal Matah vor, eine balinesische Salsa, die später über das hartgekochte Ei kommt. Hierfür schneiden wir Schalotten in feine Streifen, entkernen Chili und schneiden ihn in feine Würfel. Kafirlimettenblätter und Zitronengras schneiden wir mit Dedi zusammen in noch kleinere Würfel. Alles wird anschließend mit Salz und Zucker gewürzt. Nachdem das Sambal etwas gezogen hat, geben wir etwas Pflanzenöl hinzu.

 

Spinatkräcker – eine besondere Beilage

Nun stellen wir einen Tempurateig aus Wasser, Reismehl, Tapiokastärke und Knoblauch her, in dem anschließend die Spinatblätter zu Kräckern frittiert werden. Die Zutaten werden mit Kencur (kleiner Galgant), Kurkuma, Koriandersamen, Kemirnüssen und Kafirlimettenblätter gemixt und die Spinatblätter durch den Teig gezogen.

Das frittierte Tempeh wird in der Roten Soße zusammen mit Kecap Manis eingekocht, während der frittierte Tofu in der Gelben Soße geschwenkt wird.

 

Es wir angerichtet – wir stellen die Beilagen zusammen

Nun ist es Zeit, alles anzurichten. Der Reis für unser Gericht ist bereits vorher gekocht worden. Und so zeigt uns Dedi nun, wie die einzelnen Beilagen auf dem Teller angerichtet werden. Nasi Campur kennen wir von den vielen Warungs, den kleine Straßenrestaurants, die es überall auf Bali gibt. Es nun selbst frisch zubereitet zu haben, ist toll. Es riecht fantastisch und da das Auge bekanntlich mitisst, freuen wir uns sehr auf unser Essen. Wir lachen und albern noch ein wenig mit Dedi während er die Beilagen auf dem Teller arrangiert.

 

So lecker! Beim Essen lassen wir unseren Kochkurs Revue passieren

Als wir alles angerichtet haben, verabschiedet Dedi sich. Eigentlich schade, wir hätten gerne mit ihm zusammen gegessen. So können wir uns nun aussuchen, wo im Restaurant wir am liebsten sitzen wollen. Dedi bringt uns noch etwas zu trinken, und wir sitzen mit Blick auf das Meer vor unseren hübsch angerichteten Tellern.

Das Essen ist so lecker, dass wir es mit Sicherheit noch einmal zu Hause nachkochen werden. Und so können wir es uns nun nach einem Tag voller Eindrücke, die wir auf unserer Tour durch den Westen Balis gesammelt haben mit unserem selbstgekochten Nasi Campur gemütlich machen und auf das Meer blicken. Der Kochkurs mit Dedi hat uns sehr viel Spaß gemacht. Lieben Dank an das Pur Dajuma und seine tollen Mitarbeiter für die unvergessliche Zeit.

Suchst du weitere Informationen zum Puri Dajuma Eco Beach Resort & Spa oder möchtest eine Übernachtung in diesem einzigartigen Ressort buchen, kannst du ihre Website besuchen.

 


Transparenz: Wir wurden von Green Pearls und dem Puri Dajuma Eco Beach Resort & Spa eingeladen, im Puri Dajuma zu übernachten sowie an der geführten Westbali-Tour inklusive Aktivitäten teilzunehmen.

 

Warst du bereits im Westen Balis und kennst das Puri Dajuma? Oder hast du bereits irgendwo anders eine Dschungel- oder Reisfeldtour unternommen? Erzähl uns von deinen Erlebnissen, wir sind gespannt auf deine Erfahrungen!

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Farina

Frühaufsteherin, Sonnenanbeterin und Weltenbummlerin. Ich fühle mich in der Natur zu Hause, liebe die Tiere und das Meer. Hier findest du mich mit einem Buch in der Hand, mit einer Kokosnuss oder gleich mit beidem. Zu meinen Leidenschaften gehören, das Reisen, gesundes Essen und fremde Orte. Ich liebe die Abwechslung, das Unterwegssein und die Veränderung. Hiervon findest du einiges auf unserem Blog.

1 Comment

  1. Antworten

    Marcel Rübesam

    24. Juni 2020

    Oh das sieht alles so lecker aus 🙂 Allein das Reisen fehlt mir schon sehr im Moment. Ich bereise aktuell viele deutsche Städte was auch Spaß macht aber Asien vermisse ich sehr. Alles Gute für euch…
    Marcel

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