Westbali – Paradies zwischen Dschungel und Reisfeldern

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Die Wellen sind das erste, was wir hören, bevor wir die Augen öffnen. Das Rauschen des nahen Meeres wogt zu uns herüber und das Sonnenlicht des frühen Morgens scheint seicht durch das Moskitonetz über unserem Bett. Wir sind auf Bali, einem der wohl besondersten Fleckchen auf dieser Erde und unserem gefühlt zweiten Zuhause. Wir wohnen im Puri Dajuma Eco Beach Resort & Spa, einem Öko-Ressort, das zugleich eine Oase der Ruhe und Erholung am Meer ist. Wunderschön liegt es an der Westküste in Pekutatan, einer relativ unbekannten und wenig touristischen Provinz.

 

Das Puri Dajuma – ein Paradies an der Westküste Balis

Das Gelände ist von Palmen und einer hübschen Parklandschaft mit Hängematten und Pavillons gesäumt und es gibt einen außergewöhnlichen Pool mit Blick auf den dunklen Sandstrand. Das Besondere am Puri Dajuma ist neben seiner tollen Ressortanlage sein Konzept. Und weil es ein kleines Stück Paradis an einem malerischen Strand ist, das uns wirklich begeistert hat, möchten wir hier kurz etwas mehr erzählen.

Das Puri Dajuma gehört zu den Hotels von Green Pearls, die handverlesene und einzigartige Hotels mit einem grünen Gesamtkonzept und soziokulturellem Engagement vertreten. Zudem ist es Mitglied in der BGreener Community, die sich für Nachhaltigkeit, Sozialmanagement und Umweltmanagement in ihren balinesischen Gemeinden einsetzt. So kommen Themen wie Abfall, Energie und Ressourcenschonung eine zentrale Bedeutung zu.

 

Anreise zum Puri Dajuma in den Westen Balis

Das Ressort liegt an Balis Westküste, gut zwei Stunden Fahrt mit dem Auto von der Hauptstadt Denpasar entfernt. Hast du keinen eigenen Roller, kommst du am besten mit einem Taxi oder dem deutlich günstigeren, lokalen Gojek-Taxi in den Westen Balis. Bei Taxifahrten sind die Preise Verhandlungssache.

Du kannst direkt am Flughafen in ein Taxi einsteigen oder dir dort eine SIM-Karte im Flughafengelände oder den angrenzenden Wohngebieten besorgen und dir über die App Gojek einen Fahrer zu einem Festpreis mieten, der dich kurz darauf einsammelt. Am besten verlässt du das Flughafengelände hierfür, da sowohl Taxis als auch Gojek-Taxis im Flughafengelände teurer sind und die Fahrer zusätzlich die Flughafengebühr an dich weitergeben.

 

Das Konzept des Puri Dajuma setzt auf nachhaltigen Tourismus

Das Konzept des Puri Dajuma greift Maßnahmen für Umwelt- und Sozialprobleme auf, wirtschaftet umweltbewusst und unterstützen zudem die lokalen Gemeinden in verschiedenen Projekten. So findest du im Puri Dajuma keine Plastiktüten oder Einweg-Plastikflaschen, sondern stattdessen Wasserspender und Glasflaschen zum Auffüllen.

Das Resort erinnert an ein kleines Dorf im Regenwald und wird von zwei Familien aus Indonesien und Europa geleitet. Die Mitarbeiter stammen aus den umliegenden Dörfern und die ganze Atmosphäre ist sehr familiär. Möchtest du also die balinesische Gastfreundlichkeit kennenlernen und dich umsorgen lassen, bist du hier genau richtig. So wirst du stets mit einem Lächeln und einem herzlichen Gespräch begrüßt.

 

Wunderschöne Grünanlagen und ein einzigartiger Pool warten auf die Gäste

Neben weiten Rasenflächen, Hängematten unter Palmen und einem offenen Yogaraum mit Blick auf den Strand, gibt es drei Restaurants, die ebenfalls einen atemberaubenden Blick auf das Meer haben. Und auch Vegetarier und Veganer finden hier eine passende Essensauswahl. Das Highlights sind jedoch die Pools, von denen sich einer wie ein Fluss an den Villen der Gäste entlang schlängelt und in einem Wasserfall mündet. Hier kann man herrlich seine Zeit verbringen und aus dem Wasser das Meer betrachten oder sich auf eine der Sonnenliegen legen.

Es gibt sogar eine Steinrutsche, die von einem Becken in das andere führt. Der zweite Pool befindet sich in der Grünanlage, ebenfalls mit Blick auf den Strand und umsäumt von Palmen. Zahlreiche Liegen und kleine Pavillons laden zum Verweilen ein. Hübsche Blumen schmücken die Wege und Hängesessel an den Bäumen machen den Aufenthalt zu einem gemütlichen Erlebnis.

 

Die Zimmer sind im balinesischen Stil gestaltet

Es gibt verschiedene Zimmerkategorien, die wir uns anschauen konnten, und alle Zimmer sind einzigartig. So gibt es teilweise offene Badezimmer in balinesischer Bauweise, Hängematten vor der Tür oder gleich wie bei uns ein bezauberndes Haus über zwei Etagen mit Badewanne und Meerblick, dass keine Wünsche offen lässt. So bietet unsere Villa ein geräumiges Schlafzimmer mit Balkon und ein riesiges Bad mit einer Regenwalddusche im Obergeschoss. So sieht Entspannung aus.

Unten befinden sich eine hübsche Küchenzeile mit Tee, Obst und einer Minibar sowie ein Wohn- und Essbereich, dessen Seiten man komplett zum Pool hin öffnen kann. Einfach mal morgens von der Terrasse aus in den Pool springen und bis zum Wasserfall schwimmen – das hat schon was. Und das tun wir auch an diesem Morgen.

 

Das ursprüngliche Bali heißt uns willkommen

Heute haben wir ein spannendes Programm. Wir lassen uns den Westen Balis zeigen, ein ganz besonderes Erlebnis, auf das wir uns sehr freuen. Ist der Süden Balis sehr belebt und von Verkehr überlaufen, findest du im Westen Balis eher wenig Touristen. Es ist authentisch. Alles ist ruhig und beschaulich. Zwischen Palmen, Reisfeldern und kleinen Ortschaften kannst du hier das ursprünglichere Bali erleben. So wie wir an diesem Morgen.

Das Frühstück begrüßt uns mit Obst und gebratenen Nudeln, dem Mie Goreng, und frisch gepresstem Wassermelonensaft. Dazu der Blick auf den Strand und der Geruch des Meeres in der Nase inmitten der grünen Parklandschaft des Ressorts. Schöner kann ein Tag kaum starten.

 

Unsere Westbali-Tour beginnt

Nachdem wir gegessen haben, holen wir unser kleines Gepäck für den Tag, das wir Abend zuvor mit Mückenspray, Sonnencreme und unseren langen Wandersachen bestückt haben. Wie dringend wir diese trotz über 30 Grad Lufttemperatur noch brauchen werden, war uns jedoch nicht bewusst. Wir werden von unserem Guide Nyoman an der Rezeption abgeholt und steigen in einen alten Jeep.

Das Dach ist offen und die Sonne scheint uns ins Gesicht. Schnell verteilen wir noch etwas Sonnencreme überall dort, wo wir keinen Sonnenbrand bekommen möchten, und setzen unsere Käppis auf. Unser liebenswerter Fahrer Jufri fährt los und unsere Westbali-Tour beginnt.

 

Ein steiler Trampelpfad führt in den Dschungel Balis

Nach einer kurzen Fahrt halten wir an der Straße an. Nyoman steigt aus und weist auf einen kleinen Weg. „Dort gehen wir jetzt in den Dschungel.“ Wir Sprühen uns vorsorglich noch einmal mit Mückenspray ein und merken schnell, dass das nichts bringt als wir den steilen Trampelpfad zwischen dichtem Grün bergab laufen.

Trotz der Hitze dauert es nur kurz, bis wir die Beine unserer Wanderhosen anziehen und ich mir eine Jacke überwerfe. Denn bereits jetzt sind wir einige Male gestochen worden.

 

Wandern durch den Dschungel – versteckte Obstplantagen und langer Pfeffer

Zum Glück haben wir Wanderschuhe an, denn der Weg ist teilweise recht rutschig und führt durch heruntergefallenes Laub und Ameisenstraßen. Um uns herum die Geräusche des Waldes und das ferne Rauschen von Wasser. Nyoman bleibt an verschiedenen Bäumen stehen. „Hier haben die Anwohner unterschiedliche Dinge angepflanzt“, sagt er. Hier. Mitten im Dschungel. Aha…

Und so zeigt er uns verschiedene Pflanzen und geht mit uns hierhin und dorthin. „Hier wächst Chili … Dies ist langer Pfeffer. Dort wächst Arabica-Kaffee.“, erzählt er uns, während wir ihm aufmerksam folgen. An den entsprechenden Bäumen und Sträuchern bleibt er stehen, zeigt uns die Früchte und erzählt uns, worauf man bei der Ernte achten muss.

 

Duku, Mangostane und Rambutan – überall wachsen tropische Früchte

Besonders interessant finden wir die Duku, die Frucht des Lansibaumes. Wir haben sie schon häufig auf den Märkten gefunden, aber noch nie probiert. Süß schmecken sie. Und gut. Kein Wunder, dass sie so beliebt auf Bali sind. Nyoman pflückt uns gleich zwei Hände voll für Zuhause.

Toll ist es auch, Mangostane am Baum zu sehen. Mangostane ist unsere absolute Lieblingsfrucht, aber in Grün und unreif haben wir sie bisher noch nicht vor uns gehabt. Normalerweise ist sie dunkellila und lecker. Wenig später finden wir Rambutan, einen Verwandten des Litschibaumes. Die kleine, haarige Rambutan schmeckt ähnlich wie Litschi – süß und fruchtig.

 

Nelken am Baum haben wir noch nicht gesehen

Als Nyoman uns dann neben überall vorkommenden Papayas, Kokosnüssen und Bananen noch Nelken am Baum zeigt, sind wir begeistert. Diese kleinen grünen Dinger sind tatsächlich das, was wir bei uns zuhause in braun, getrocknet und intensiv schmeckend zum Kochen verwenden. Daneben sehen wir noch Mahagoni und Maniok. Wir laufen vorbei an Bambus und balinesischer Kiwi. Ohne Nyoman hätten wir nichts davon auch nur ansatzweise gesehen, geschweige denn vermutet, was hier alles an leckeren Dingen wächst.

 

Ein reißender Fluss – wir müssen umkehren

Wir folgen dem Weg weiter, bis wir an einen tosenden Fluss kommen. Es hat in der Nacht wie aus Kübeln geregnet und der sonst leicht passierbare Wasserlauf hat sich zu einem unpassierbaren Hindernis entwickelt. Normalerweise führt der Weg hierher. Doch wo sonst große Steine zum Überqueren sind, gibt es nur noch Wassermassen.

Nach einigem Hin und Her müssen wir unseren Dschungelausflug abbrechen, denn fußläufig gibt es keine Brücke. So kehren wir um Richtung Straße und laufen den Weg zurück, den wir gekommen sind.

 

Kakao direkt vom Baum – Balis kleine Schätze

Nass geschwitzt folgen wir Nyoman, bis dieser kurz vor der Straße wieder an einem Baum hält – Kakao! Er nimmt eine Schote vom Baum, bricht sie in zwei Teile und gibt uns die Hälfte mit den Früchten. Hast du schon mal frischen Kakao probiert? Was wir Zuhause als Getränk kennen, sind die gerösteten Kerne der weißen, süßen Früchte. Sehr lecker und supergesund.

Und so essen wir die Schote leer, während wir darauf warten, dass Jufri uns wieder abholt. Dabei schlendern wir zu dritt die Straße entlang, während überall langer Pfeffer wächst und freundliche Hunde unseren Weg kreuzen. 20 Minuten später hat Jufri uns wieder eingesammelt.

 

Mit dem Fahrrad vorbei an Dörfern und Reisfeldern

Wir fahren ein kleines Stück, dann heißt es absteigen und auf die Fahrräder umsteigen, die am Gepäckträger des Jeeps befestigt sind. So rollen wir los, über Balis Dorfstraßen, vorbei an einfachen Häuschen. Die Sonne scheint uns ins Gesicht und der Fahrtwind bringt etwas Abkühlung nach der hohen Luftfeuchtigkeit im Blätterdickicht des Dschungels.

Wir lieben die traditionelle Bauweise der Balinesen, die einen mit ihren geschwungenen Dächern und malerischen Verzierungen in eine ganz eigene Welt eintauchen lässt. Durchmischt werden die Siedlungen mit dem Grün der reichen Vegetation und den Penjor am Straßenrand, hohen, geschmückten Stangen aus Bambus und Kokosblättern, die eine besondere Bedeutung in der hinduistischen Religion Balis haben und bei Feierlichkeiten zum Galungan aufgestellt werden.

 

An dem Tempel des Dorfes halten wir an

Unterwegs stoppen wir an einem Tempel. Auf Bali gibt es unzählige Tempel und sie gehören zum normalen Straßenbild. Jedes Haus besitzt einen privaten, kleinen Haustempel. Daneben hat jedes Dorf größere Tempel, die der Dorfgemeinschaft zur Versammlung, zum Beten und zum Durchführen von Zeremonien dienen. Gerade Balis Tempel und die religiösen Rituale der Balinesen machen diese kleine Insel so besonders.

Wir erfahren von Nyoman viel zur Religion und dem hinduistischen Glauben der Balinesen. Wie sich der balinesische Hinduismus beispielsweise vom indischen Hinduismus unterscheidet oder wo die Gemeinsamkeiten liegen.

 

Wir besuchen eine balinesische Schule

Dann geht es weiter, bis wir an der Schule des Dorfes ankommen. Hier wartet der Jeep auf uns und Jufri mit einer Handvoll neuer Schulhefte, die er mir in die Hand drückt. „Für den Schulleiter!“ Wie jetzt? Dem Schulleiter? Gehen wir dort etwa rein? Denke ich erschrocken, als wir auch schon von lachenden Schulkindern umgeben sind. Ein netter Herr kommt auf uns zu und begrüßt uns. Das muss dann wohl der Schulleiter sein. Wir folgen ihm in sein Büro, neugierig beäugt von den kleinen Schülern in ihrer Schuluniform.

 

Im Büro des Schulleiters – feierliche Übergabe der Schulhefte

Irgendwie haben wir den Programmpunkt vorher wohl überlesen. Was sagt man denn zu einem balinesischen Schulleiter und worüber unterhält man sich? Er fordert uns freundlich auf, Platz zu nehmen. Wir führen etwas Small Talk über die Schule und die Unterrichtsstunden der Schüler. Dann ist es Zeit, die Schulhefte zu übergeben, die ich nun schon eine kleine Weile festhalte.

Eine Mitarbeiterin der Schule kommt mit einem Handy, um Fotos zu machen, und dann werden die Hefte feierlich mit Handschlag übergeben. Zum Schluss noch ein Abschiedsfoto von uns allen zusammen. Wir tragen uns in das Besucherbuch ein und werden vom Schulleiter verabschiedet. Mit diesem Programmpunkt haben wir nicht gerechnet.

 

Noch ein Foto mit den Schulkindern, dann fahren wir in die Reisfelder

Draußen warten schon die neugierigen Schüler auf uns. Viele sind zunächst schüchtern, aber der Wunsch, auf einem Foto mit uns zu sein, überwiegt. Und schon bald herrscht eine ausgelassene Stimmung und alle wollen mit uns sprechen, uns die Hand schütteln und albern herum.

Nach mehreren lustigen Fotos mit den Kindern heißt es für uns Aufbruch. Wir winken zum Abschied und gehen zurück zu den Rädern. Die Dorfstraße bleibt hinter uns zurück und macht auf einer Seite Platz für das üppige Grün der Reisfelder. Nyoman fährt an den Rand und stellt sein Fahrrad ab. Hier werden wir uns ansehen, wie auf Bali traditionell Reis gepflanzt wird.

Wir haben schon häufig Bauern auf den verschiedenen Reisfeldern in Bali gesehen und lieben den Anblick des üppigen Grüns. So sind wir gespannt, nun mehr darüber zu erfahren, wie die kleinen weißen Körner angebaut werden.

 

Kleine Trampelpfade führen durch die Reisfelder

Zunächst müssen wir dafür etwas in die Reisfelder laufen. Wir folgen einem Trampelpfad, der an den satt grünen Feldern vorbeiführt. Nach einigen Metern biegen wir ab auf einen der schmalen Wege zwischen den einzelnen Feldern. Reis benötigt sehr viel Wasser zum Wachsen. Daher stehen die Felder zum Teil unter Wasser oder zumindest in dickem Morast unter dem Grün der Pflanzen.

Der Weg zwischen den Feldern ist gerade mal zwei Fuß breit, auch wenn er breiter wirkt. Der Boden ist nachgiebig und daneben zu treten ist keine gute Idee. Neben uns plätschert ein Wasserlauf, der die Reisfelder mit Wasser versorgt. Wir balancieren an seiner schmalen Begrenzung entlang, ein etwas wagemutiges Unterfangen, was zum Schluss darin endet, dass Steffen, der sonst sehr trittsicher ist, abrutscht und sein Schuh fast im Reisfeld versinkt.

Den nun völlig matschigen Schuh plus Fuß kann er zum Glück auf der anderen Seite im Wasserlauf gleich wieder sauber waschen. Allerdings ist sein Fuß jetzt ziemlich nass.

 

Im kniehohen Wasser wartet ein Ochsenpflug

Wir balancieren weiter, bis wir an einem Unterstand im Reisfeld kommen. Hier wartet die liebe Frau eines der Manager des Puri Dajuma mit einem leckeren Mittagessen auf uns. Vorher haben wir allerdings noch einen Programmpunkt. Als wir die zwei Balirinder am Feld hinter dem Unterstand sehen, wird schnell klar, was nun auf uns zukommt. Balirinder sind die domestizierte Form der Bantengs oder auch Sunda-Ochsen, einer Wildrindform Südostasiens.

Das Rindergespann mit den Stricken durch die Nase, wie man sie überall auf Bali findet, steht knie- bis brusttief im braunen Wasser des noch unbepflanzten Reisfeldes. Hinter ihnen der Bauer, der das Feld bestellt. Mit einer Pitsche zum Antreiben der Tiere in der Hand. „Du musst jetzt dein Oberteil ausziehen, es wird sonst dreckig.“, sagt Nyoman.

 

Balirinder werden traditionell zum Umgraben der Felder genutzt

So ganz sicher sind wir uns nicht, was wir davon halten sollen. Schließlich sind wir sehr tierlieb und vermeiden möglichst Aktivitäten, bei denen Tiere eingesetzt werden. Allerdings möchten wir niemanden vor den Kopf stoßen, da sich alle hier viel Mühe für uns gegeben haben. Und vermutlich wird niemand verstehen, warum wir diesen Programmpunkt lieber auslassen würden.

Der Einsatz von Vieh gehört zum traditionellen Handwerk auf Bali und dies hier ist vermutlich das Highlight vieler Touristen. Und da unser Ausflug in den Dschungel aufgrund des unpassierbaren Flusses länger gedauert hat, musste der liebenswerte Bauer auch noch auf uns warten.

Steffen zögert kurz, dann zieht er sein T-Shirt aus. „Die Schuhe auch, die werden sonst dreckig.“, sagt Nyoman. Und so zieht Steffen auch Socken und Schuhe aus und watet durch den braunen Schlamm zum Rindergespann.

 

Steffen pflügt mit dem Bauern das Reisfeld

Die Matsche zwischen seinen Füßen klettert er auf den Pflug und setzt sich. Nun geht es los. Die Rinder drehen ihre Runden und pflügen das Feld um, während der Bauer mit seiner Pitsche dafür sorgt, dass die Tiere weiterlaufen. Ich denke darüber nach, dass hier auf Bali neben dem Einsatz von Maschinen tatsächlich Ochsengespanne zum Pflügen der Felder verwendet werden, unter anderem da sich viele Menschen keine Maschinen leisten können.

Ich mache schnell ein paar Fotos, während Steffen mit Matsch vollgespritzt wird. Ein bisschen müssen wir schon lachen als er braungefleckt vom Pflug steigt und wieder zu mir hinaufklettern will. Doch er ist noch nicht fertig.

 

Danach werden die Setzlinge gepflanzt

Nun heißt es den Reis einpflanzen. Der nette Bauer gibt Steffen einige Reispflanzen und macht ihm vor, wie diese mit den Händen in den lehmigen Untergrund gesetzt werden. Einmal auf Bali selbst Reis zu pflanzen, ist schon ein Erlebnis. Als Steffen fertig ist, hat er nun auch matschige Arme. Zum Waschen bleibt ihm der kleine Wasserlauf, der hier weiter unten jedoch nicht sehr toll riecht. Welche Abwässer hier eingeleitet werden, kann man nur erahnen. Für die Bauern auf dem Reisfeld Alltag, für uns ein Luxusproblem. Nyoman gibt ihm für das Gesicht Wasser aus einer Trinkflasche.

 

Es gibt Kokosnuss, Mangostane und traditionell balinesisches Essen

Nachdem Steffen wieder sauber ist, gibt es erst einmal eine Kokosnuss zur Erfrischung. Danach wird gegessen. Das traditionell balinesische Essen ist toll. Reis und Tempeh Manis warten auf uns. Tempeh Manis besteht aus süß und knusprig gebratenen, fermentierten Sojabohnen. Dazu  essen wir grüne Bohnen mit Kokosraspeln und Perkedel Jagung, traditionelle Maisfrikadellen.

Als Nachtisch bekommen wir Mangostane, die wir mit den Händen aufbrechen. Nyoman erzählt uns, wie die Bauern hier die Felder bewirtschaften. Dass es Familien gibt, die zwar Reis anbauen, denen aber die Felder nicht gehören. Wir lauschen Nyoman während wir im Grün der Reisfelder sitzen. Eins ist unser Ausflug in die Reisfelder auf jeden Fall – unvergesslich.

 

Nach getaner Arbeit folgt Tee

Als wir fertig sind, laufen wir zu Fuß weiter. Die Rinder sind bereits abgespannt worden und grasen friedlich in ihrem Unterstand. Wir verabschieden uns vom Bauern und folgen unserer netten Köchin, denn nun geht es zum Manager des Puri Dajuma nach Hause, wo uns Tee erwartet. Das Haus liegt nur ein kurzes Stück hinter den Reisfeldern. Hier wartet auch schon Jufri auf uns. Und so können wir uns im Schatten eines balinesischen Holzpavillons ausruhen, während wir den dampfenden Tee trinken und uns unterhalten.

 

Tooth Filing Ceremony – leben gemäß der balinesischen Tradition

Nyoman erzählt uns viel von der ursprünglichen Bauweise der Häuser und zu den Traditionen der Balinesen allgemein. Zum Beispiel, dass den jungen Erwachsenen in einer Zeremonie die Zähne abgefeilt werden. Tooth filing ceremony heißt dieses Fest und ist eine der wichtigsten Riten der Balinesen. Dies geschieht, damit gute und böse Anteile im Menschen Gleichgewicht finden.

Jeder Balinese muss diese Prozedur über sich ergehen lassen, denn sie ist der Schritt vom Jugendlichen zum Erwachsenen. Für uns unvorstellbar, für balinesische Jugendliche jedoch normal und ein Tag zum Feiern.

Als wir ausgetrunken haben, klettern wir in unseren Jeep und fahren zum Ressort zurück. Hier verabschieden wir uns von Nyoman und Jufri. Ein ereignisreicher Tag liegt hinter uns. Wir haben so viele Eindrücke sammeln können, dass uns nun etwas Erholung guttut, um alles Revue passieren zu lassen. Steffen springt als Erstes unter die wohlverdiente Dusche, während ich von unserem Balkon aus das Meer betrachte.

 

Zuhause im Ressort lassen wir den Tag Revue passieren

Wir wollten Abenteuer? Das haben wir bekommen. Wir wollten das Leben der Balinesen kennenlernen? Auch das haben wir. Und wir haben solch nette Menschen wie Nyoman und Jufri kennengelernt. Nachdem auch ich geduscht habe, gehen wir zum Pool, der direkt vor unserer hübschen Villa liegt. Wir planschen vorbei an den bunten Büschen und Blumen des Ressorts und unterhalten uns noch lange im Pool während wir zum Strand unter uns hinüberblicken.

Später haben wir noch einen balinesischen Kochkurs im Puri Dajuma, bei dem wir mit einem balinesischen Koch heute unser Abendessen zubereiten werden und freuen uns schon sehr darauf.

 

Wir gehen zum Palmenstrand, der wie magisch vor uns liegt

Als wir genug Zeit im Wasser verbracht haben, beschließen wir, noch einmal zum Meer zu gehen. Das Ressort wird von zwei Stränden umschlossen, die sich in der Mitte in einer Felszunge treffen. Idyllisch und menschenleer liegt der Sand zur Linken des Ressorts. Und so schlendern wir vor dem Hintergrund der Palmen am Wasser entlang.

Das Rauschen des Meeres umfängt uns, während die Sonne noch immer warm vom Himmel scheint. Wir blicken verträumt auf das Wasser, dessen gleichmäßige Wogen am Strand auslaufen. Himmlisch und paradiesisch, anders kann man es nicht in Worte fassen. Die Luft riecht nach Salzwasser und über allem liegt der Zauber Balis.

 

Balis Westen und das Puri Dajuma – eine einmalige Kombination

Auf dem Rückweg halten wir an einer der Hängematten in der Grünanlage des Puri Dajuma an. Mit dem Blick auf die Wellen lassen wir die Gedanken treiben. Der Westen Balis hat sich mit vielen Eindrücken in unser Herz geschlichen. So schnell werden wir unsere Zeit hier nicht vergessen. Traumhaft, schön, kulturell eindrucksvoll und spannend. Eine Region zwischen magischen Momenten, Tradition, Gastfreundschaft und Religion.

Der Westen Balis ist ein besonderes Teil dieser einmaligen Insel, der gerade durch die hier lebenden Balinesen so besonders wird, und wir freuen uns auf unseren nächsten Besuch.

 

Suchst du weitere Informationen zum Puri Dajuma Eco Beach Resort & Spa oder möchtest eine Übernachtung in diesem einzigartigen Ressort buchen, kannst du ihre Website besuchen.

 


Transparenz: Wir wurden von Green Pearls und dem Puri Dajuma Eco Beach Resort & Spa eingeladen, im Puri Dajuma zu übernachten sowie an der geführten Westbali-Tour inklusive Aktivitäten teilzunehmen.

 

Warst du bereits im Westen Balis und kennst das Puri Dajuma? Oder hast du bereits irgendwo anders eine Dschungel- oder Reisfeldtour unternommen? Erzähl uns von deinen Erlebnissen, wir sind gespannt auf deine Erfahrungen!

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Farina

Frühaufsteherin, Sonnenanbeterin und Weltenbummlerin. Ich fühle mich in der Natur zu Hause, liebe die Tiere und das Meer. Hier findest du mich mit einem Buch in der Hand, mit einer Kokosnuss oder gleich mit beidem. Zu meinen Leidenschaften gehören, das Reisen, gesundes Essen und fremde Orte. Ich liebe die Abwechslung, das Unterwegssein und die Veränderung. Hiervon findest du einiges auf unserem Blog.

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