Das Tongariro Alpine Crosssing – Neuseelands schönste Wanderung

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Das Tongariro Alpine Crossing gilt als die schönste Tageswanderung Neuseelands und gleichzeitig als eine der schönsten weltweit. Sie führt durch den 796 Quadratkilometer großen Tongariro Nationalpark, den ältesten Nationalpark Neuseelands, der sich im Zentrum der Nordinsel befindet und durch seine einmalige Vulkanlandschaft besticht. Das Tongariro Alpine Crossing ist eine Wanderung, bei der sich jede Mühe und Anstrengung lohnt.

Der Weg zieht sich vorbei zwischen aktiven Vulkankratern und atemberaubenden Kraterseen in einer Landschaft, die so einmalig ist, dass es kaum eine vergleichbare gibt. Es geht durch zerklüftete Ebenen und du hast einen einmaligen Blick auf die riesigen Vulkane, die türkisblauen Seen, alte Lavaströme und Krater zwischen Geröll, schroffen Felsen und weiten Graslandschaften. Bei deiner Reise auf die Nordinsel Neuseelands, solltest du das Tongariro Alpine Crossing unbedingt mit in deine Planung aufnehmen. Nachfolgend haben wir für dich alle wesentlichen Informationen zur Wanderung und zum Nationalpark zusammengefasst.

 

Inhaltsverzeichnis

– Pinn mich auf Pinterrest –

Informationen zum Tongariro Alpine Crossing
Startpunkt des Tongariro Alpine Crossings

Die Wanderroute des Tongariro Alpine Crossings
Die beste Jahreszeit für die Wanderung
Das Wetter für das Tongario Alpine Crossing
Tongariro Alpine Crossing – Parken
Tongariro Alpine Crossing – Shuttlebusse
Tongariro Alpine Crossing – Übernachtung
Gut zu wissen
Packliste für die Wanderung
Unser Fazit für das Tongariro Alpine Crossing   

 


 

Informationen zum Tongariro Alpine Crossing

Das Tongariro Alpine Crossing ist ein 19,4 Kilometer langer Wanderweg und eine Teilstrecke des Tongariro Northern Circuit, einem Weitwanderweg, der sich über 43,1 Kilometer erstreckt und zu den Great Walks von Neuseeland gehört. Das Tongariro Alpine Crossing ist die schönste und beliebteste Teilstrecke des Northern Circuit. Deine Wanderung führt dich durch aktives Vulkangebiet, vorbei an alten Lavaströmen und den drei Vulkanen Mount Ngauruhoe (2.287 m), Mount Tongariro (1.967 m) und Mount Ruapehu (2.796 m).

Der Wanderweg ist ganzjährig zugänglich, allerdings aufgrund seiner wechselnden Höhenlage auch stark Wetter abhängig. Für die Tageswanderung benötigst du je nach Fitnesslevel und Anzahl der Pausen und Fotostopps etwa sieben bis acht Stunden. Ausführliche Informationen und Karten zum Park findest du beim Department of Conservation (DOC) und bei den i-Site Visitor Information Centern in Ohakune, Whakapapa und Turangi.


 

Der Startpunkt des Tongariro Alpine Crossing

Du kannst den Weg des Tongariro Alpine Crossing in zwei Richtungen laufen. Entweder vom Mangatepopo-Parkplatz zum Ketetahi-Parkplatz oder andersherum. Die meisten Wanderer nehmen die Route von Mangatepopo aus, da der Parkplatz höher als der Ketetahi-Parkplatz liegt und die Wanderung in diese Richtung einfacher ist und nicht so viele Höhenmeter umfasst. Du bist daher schneller und es ist nicht so anstrengend. Zudem ist der Weg aus dieser Richtung beeindruckender.

Aus unserer Sicht ist der Start vom Mangatepopo-Parkplatz die beste Wahl. Die meisten Highlights des Weges findest du zwischen dem South Crater und dem Blue Lake. Beim Mangatepopo-Parkplatz startest du auf einer Höhe von 1.120 m und wanderst über den höchsten Punkt, den Red Krater auf 1.886 m, bis zum Ketetahi-Parkplatz auf 760 m. Somit kletterst du insgesamt nur 766 m anstatt 1.126 m, wenn du vom Ketetahi-Parkplatz startest.


 

Tongariro Alpine Crossing – Wanderroute

Möchtest du wissen, wie die einzelnen Streckenabschnitte des Tongariro Crossing aussehen und was es auf der Wanderung zu entdecken gibt? Wir haben hier die einzelnen Abschnitte und die Strecke für dich aufgeführt.

 

1. Mangatepopo-Parkplatz – Soda Springs (1 – 1,5 Stunden)

Der Beginn der Wanderung und einfachste Teil der Strecke ist der Weg vom Mangatepopo-Parkplatz zu den Soda Springs. Der Weg führt durch flaches Terrain und ist zum Teil durch Plankenwege befestigt, um das wertvolle Ökosystem nicht zu zerstören. Bereits hier hast du einen tollen Ausblick auf das alpine Bergland, während du durch eine karge und dünn bewachsene Steppen- und Strauchlandschaft mit Moosen und kleinen Wasserläufen läufst.

Zu deiner Rechten ragt der beeindruckende Mount Ngauruhoe auf. Hier bekommst du einen ersten Eindruck, von den Lavaströmen und der Vulkanlandschaft, die dich erwartet. Die Soda Springs sind ein kleiner Wasserfall, der auf der linken Seite auftaucht und zu dem ein kurzer Weg führt. Gehst du auf dem Hauptweg weiter, passierst du den Weg, der zur Mangatepopo-Hütte führt. Unterwegs gibt es Toiletten.

 

2. Soda Springs – South Crater (45 min – 1 Stunde)

Nach den Soda Springs biegt der Weg nach rechts ab zur Devil’s Staircase. Ab hier geht es kontinuierlich über knapp 2 Kilometer und 300 Höhenmeter nach oben. Dieser Teil ist herausfordernd und der Aufstieg macht diesem Namen alle Ehre. Über viele Treppen steigst du in Richtung South Crater auf. Der Aufstieg über das Geröllgelände der Vulkanlandschaft ist steil. Von oben hast du eine schöne Aussicht auf alte Lavaströme und das Mangatepopo-Tal, von dem du gekommen bist.

Es ist jetzt nur noch ein kurzer Weg bis zum South Crater, einer großen Hochebene umgeben von Berghängen, die du durchwanderst. Zu deiner Rechten ragt der Mount Ngauruhoe auf, der selbst auf dieser Höhe noch beeindruckend wirkt. Der Mount Ngauruhoe ist der Schicksalsberg oder Mount Doom aus der Filmtrilogie „Der Herr der Ringe“. Früher war es kein Problem, den Vulkankegel zu besteigen. Nun ist dies zwar nicht direkt verboten, aber es wurden Schilder aufgestellt, die dich darauf hinweisen, dass der Berg ein Heiligtum des Māoristammes der Iwi ist und du ihn nicht besteigen sollst. Zudem stehen teilweise Ranger am Fuße des Berges, die dich bitten nicht nach oben zu steigen.

 

3. South Crater – Red Crater (1 Stunde)

Vom South Crater zum Red Crater des Mount Tongariro erwartet dich der schwerste Teil. Während du dich auf dem ersten Streckenabschnitt durch das flache Plateau erholen kannst, folgt anschließend der kurze, aber anstrengende Aufstieg zum Red Crater. Der felsige Geröllboden ist rutschig und du musst aufpassen, keine Steine für nachfolgende Wanderer loszutreten. Es kann sehr windig sein und die Luft eisig. Zum Festhalten gibt es an manchen Stellen Stahlketten an den Felsen, die das DOC als Hilfe für Wanderer angebracht hat. Bei Eis und Schnee kann es hier noch rutschiger sein. Oben angekommen hast du einen atemberaubenden Blick auf den Red Crater, den Mount Ngauruhoe, die Rangipo Wüste, das Oturee Valley und die Kaimanawa Ranges.

 

4. Red Crater – Emerald Lakes (10 Minuten)

Der Kamm des Red Crater ist der höchste Punkt des Tongariro Alpine Crossings auf 1886 m und bietet einen spektakulären Ausblick auf den rot-schwarzen Vulkankrater. Die auffallend tiefrot und braun gefärbten Kraterwände sind durch extreme Hitze entstanden. Das Gestein weist einen hohen Eisengehalt auf, das oxidiert ist. Vom Red Crater blickst du über drei blaugrüne Seen, die Emerald Lakes, die einen einmaligen Anblick bieten. In der Ferne kannst du den Blue Lake sehen, der sich mit seiner tiefblauen Farbe von den anderen drei Seen abhebt.

Ab jetzt geht es fast nur noch abwärts und du hast den schwersten Teil der Wanderung geschafft. Es sei denn, du möchtest noch den Gipfel des Mount Tongariro besteigen. Der Weg zweigt vom Kamm des Red Craters ab und führt dich in ein bis zwei Stunden zum Gipfel des Mount Tongariro auf 1.967 Meter. Für diesen Umweg musst du extra Zeit einplanen und denselben Weg wieder zum Red Crater zurückgehen.

Folgst du dem Hauptweg weiter, führt er dich abwärts zu den Emerald Lakes. Es geht durch tiefen Sand und loses Geröll relativ steil bergab. Dieser Streckenabschnitt ist der verletzungsträchtigste – pass gut auf, wo du hintrittst. Hier kommt man schnell ins Rutschen.

Ihre intensive Farbe haben die türkisen Emerald Lakes von den Mineralien der umliegenden Vulkanlandschaft. Je näher du ihnen kommst, desto mehr riecht die Luft nach Schwefel. Ein Zeichen der geothermalen Aktivität der Vulkane. Die Seen sind sehr sauer und das Wasser solltest du nicht berühren.

Der pH-Wert der Seen im Nationalpark ist unterschiedlich und liegt je nach See zwischen 1,2 und 5,3. Zudem sind die Seen den Iwi, den Lokalen Maori, heilig und es ranken sich Geschichten um sie und die Vulkane. Aus Respekt sollen Besucher keine Steine ins Wasser werfen und die Seen lediglich betrachten. Im Winter sind sie von Schnee und Eis bedeckt und ihre Farbe nicht erkennbar. Viele Wanderer legen an den Emerald Lakes eine Pause ein und lassen die Landschaft auf sich wirken.

 

5. Emerald Lakes – Blue Lake (10 – 15 Minuten)

Von den Kraterseen wanderst du weiter durch den Central Crater. Auf deiner linken Seite kommst du an einem großen schwarzen Lavafeld vorbei, das die Spuren eines Vulkanausbruches zeigt. Anschließend folgt ein kurzer Aufstieg zum Blue Lake. Der Blue Lake, auch Te Wai-Whakaata-o-te-Rangihiroa (Rangihiroa’s Spiegel), ist der größte der Kraterseen am Mount Tongariro. Er liegt still in der fremd anmutenden Landschaft, besitzt ein tiefes Blau und ist der heiligste der Seen oder „tapu“ wie es die Maori sagen.

Sein Wasser ist kalt und mit einem ph-Wert von etwa 5 leicht sauer. Es ist nicht erlaubt, den See zu berühren oder an seinem Ufer zu essen oder zu trinken. Lasse diesen magischen Ort der Ruhe auf dich wirken. Te Rangihiroa soll die Tongariro Vulkane um 1750 erkundschaftet haben. Er war der Sohn des örtlichen Häuptlings Pakaurangi. Te Maari, nach welcher der Te-Maari-Krater benannt wurde, war seine Schwester.

 

6. Blue Lake – Ketetahi Hütte (1 Stunde)

Vom Blue Lake geht es an der Flanke des Central Craters entlang und anschließend die Hänge hinab durch eine wunderschöne, verträumte Gras- und Buschlandschaft. Der Weg führt in langen Serpentinen den Berg hinab. Von hier aus kannst du die rauchenden Kraterschlote des Te-Maari-Krater sehen. Die Ketetahi-Hütte ist ein idealer Rastplatz auf dem Weg nach unten. Bei dem Vulkanausbruch des Te Maari Crater 2012 wurde die Hütte stark beschädigt und es ist nicht mehr möglich, hier zu übernachten. Aber auf der Hütte pausieren, einen Sanitärstopp einlegen oder einfach nur die Aussicht genießen, können wir dir auf jeden Fall empfehlen. In der Nähe der Ketetahi Hütte befinden sich die dampfenden Ketetahi Hot Springs. Diese kannst du auf deiner Wanderung besuchen. Der Weg führt über Privatland ist aber für Besucher des Tongariro Crossing freigegeben.

 

7. Ketetahi-Hütte – Ketetahi-Parkplatz (1,5 – 2 Stunden)

Von der Ketetahi-Hütte geht es zum letzten Abschnitt der Wanderung. Der Weg führt weiter den Berg hinab, am Grasbedeckten Hang entlang. Schließlich kommst du an das Ende der aktiven Vulkangefahrenzone in ein Waldgebiet. Nach einer kurzen Wanderung zwischen den Bäumen erreichst du den Ketetahi-Parkplatz, dem Endpunkt der Wanderung. Hier warten die Shuttle- und Tourenbusse. Kurz vor der Ankunft am Parkplatz geht ein kurzer Weg zu den Ketetahi Falls, falls du noch Zeit und Lust für einen Abstecher hast.

 

Schau dir auch unsere Reisegeschichte zum Tongariro Alpine Crossing an und erfahre wie wir die Wanderung erlebt haben


► Wandern zwischen aktiven Vulkanen – das Tongariro Crossing

 


 

Tongariro Alpine Crossing – die beste Jahreszeit

Das Tongariro Alpine Crossing kann im Grunde das gesamte Jahr über gewandert werden. Es gibt im groben zwei Jahreszeiten für den Tongariro Nationalpark. Die Sommersaison („Great Walk Season“) von Oktober bis einschließlich April, die vom DOC empfohlen wird, und die Wintersaison (außerhalb der Great Walk Saison) von Mai bis Oktober.

Ob du wandern kannst, hängt aber sehr von den Wetterbedingungen und der vulkanischen Aktivität ab. Im Sommer kann es sehr voll auf dem Tongariro Alpine Crossing werden, da es viele Besucher anlockt. Zudem wird es mitunter sehr warm. Im Winter kann Schnee liegen, der deine Wanderung erschwert oder nur für erfahrene Bergwanderer ratsam ist. Möchtest du überfüllte Wege und Hitze vermeiden, ist es am besten, die Wanderung von Oktober bis November oder von Februar bis März zu machen.

In den Wintermonaten von Mai bis Oktober gibt es nur einen begrenzten oder gar keinen Transport zum Start der Wanderung und die Shuttlebusse fahren nicht. Du solltest dich zudem sehr gut vorbereiten, da die extreme Winterumgebung, durch die du laufen wirst, besondere Herausforderungen stellt. In dieser Zeit gibt es zum Teil extremes Winterwetter mit starkem, eisigem Wind und Schneefall. Im Winter benötigst du mehr Zeit für die Wanderung und die tollen Farben der Kraterseen können durch Schnee und Eis bedeckt sein. Außerdem wird empfohlen, einen erfahrenen Guide dabei zu haben und selbst Erfahrungen in alpinen Wanderungen zu haben. Es handelt sich um ein Lawinengebiet.

Wir sind das Tongariro Alpine Crossing Anfang November gelaufen. Der Weg war nicht überfüllt und die Temperatur war für die Wanderung super. Nur auf dem Kamm des Red Crater wurde es kalt und es hat ein eisiger Wind geweht.


 

Das Wetter für das Tongario Alpine Crossing

Je nach Höhenlage kann das Wetter in der alpinen Umgebung des Tongariro National Park sehr unterschiedlich sein und die Wetterkonditionen können sich zu jeder Jahreszeit sehr schnell ändern. Es ist nicht unüblich starken Wind, starken Regen, starken Schneefall und schnelle Temperaturschwankungen auch im Sommer zu haben.

Das Wetter im Tal ist oft ein ganz anderes als auf den Kratergipfeln. Informiere dich im Vorfeld auf jeden Fall über die Wetterbedingungen und suche dir einen schönen Tag für deine Wanderung aus. Eine Wettervorhersage für das Tongariro Alpine Crossing findest du auf der offiziellen Seite Neuseelands zur Wettervorhersage in den Bergen, (MET Service) oder auf unserer Wettergrafik.

 


 

Tongariro Alpine Crossing – Parken

 

❖ Parken in der Sommersaison

Früher war es möglich, ohne Zeitbegrenzung auf den beiden Parkplätzen Mangatepopo und Ketetahi zu parken. Mit zunehmender Besucherzahl wurde das Parken allerdings zum Problem und die Parkplätze können gerade im Sommer extrem voll werden. Zum Schutz der umliegenden Natur vor Autos, die am Straßenrand parken oder am Wanderweg stehen, hat das DOC eine Zeitbegrenzung für das Parken am Startort Mangatepopo festgelegt. Vom 21. Oktober bis zum 30. April darfst du dein Auto oder Wohnmobil für höchstens 4 Stunden parken.

Dies bedeutet, dass du den Shuttlebus benutzen musst, wenn du das gesamten Tongariro Alpine Crossing laufen möchtest. Nimmst du einen Shuttlebus vom Ketetahi-Parkplatz zum Mangatepopo-Parkplatz, kannst du kostenlos auf den verfügbaren Parkplätzen am Ketetahi-Parkplatz parken: dem Security Day Park und dem Ketetahi Car Park.

 

❖ Parken in der Wintersaison

Im Winter ist das Parken sowohl am Ketetahi-Parkplatz und am Mangatepopo-Parkplatz kostenlos und zeitlich nicht begrenzt. Allerdings gibt es nur eine bestimmte Anzahl verfügbarer Parkplätze. Ebenso ist die Zahl der Shuttlebusse, die von Ketetahi aus zum Start der Wanderung fahren begrenzt. Der Dienst kann auch komplett eingestellt sein. Wenn der Shuttlebus noch fährt, kannst du den Ketetahi-Parkplatz nutzen und dich zum Mangatepopo Startpunkt fahren lassen.

Wenn es nicht möglich ist, den Shuttleservice zu nutzen, dann beginne und beende deine Wanderung am besten am Mangatepopo-Parkplatz und laufe bis zu den Emerald Lakes und wieder zurück. Die meisten Highlights befinden sich im ersten Teil der Wanderung.


 

Tongariro Alpine Crossing – Shuttlebusse

 

❖ Shuttlebusse in der Sommersaison

In der Sommersaison gibt es zahlreiche Unternehmen die einen Shuttleservice anbieten. Die kostenpflichtigen Shuttlebusse holen dich von verschiedenen Orten und Unterkünften ab und bringen dich zum Mangatepopo-Parkplatz. Im Anschluss der Wanderung nehmen sie dich am Ketetahi-Parkplatz wieder mit. Der Vorteil ist, dass du den ganzen Weg wandern kannst. Der Nachteil ist, dass du an feste Abholzeiten gebunden bist und es Kosten bei der Benutzung der Shuttlebusse gibt. Wenn du ein Auto hast und am Ketetahi-Parkplatz parkst, kannst du auch eine einfache Fahrt bezahlen und dich zum Mangatepopo-Parkplatz bringen lassen.

Wenn du den Mount Tongariro auf deinem Weg über das Tongariro Alpine Crossing besteigen willst, ist es am besten einen frühen Shuttlebus hin und einen späten zurück zu nehmen, um genügend Zeit zu haben.

Erkundige dich bei deiner Unterkunft, ob sie einen kostenlosen oder kostenreduzierten Shuttleservice anbietet, bevor du einen anderen Anbieter wählst.

 

Neben den verschiedenen Unterkünften bieten auch andere Anbieter Shuttledienste an

  • Adventure HQ – 25 NZD für die einfache Fahrt vom Ketetahi zum Mangatepopo Parkplatz
  • Tongariro Expeditions – 35 NZD für die einfache Fahrt vom Ketetahi zum Mangatepopo Parkplatz (ermäßigte Preise für Senioren, Studenten und Kinder)
  • Tongariro Crossing Shuttles – 35 NZD für die einfache Fahrt vom Ketetahi zum Mangatepopo Parkplatz, 40 NZD Hin und Rückweg vom National Park Village
  • Alpine Shuttles – 35 NZD für die einfache Fahrt vom Ketetahi zum Mangatepopo Parkplatz, 50 NZD Hin und Rückweg von Turangi

 

Die günstigste Möglichkeit

Wenn ihr mehrere Personen seid und ein Auto habt, ist es in der Sommersaison die günstigste Möglichkeit, dass die Gruppe am Mangatepopo-Parkplatz wartet, einer das Auto wegbringt und mit dem Shuttlebus zurückkommt. Der Fahrer der Gruppe lässt also alle am Mangatepop-Parkplatz aus dem Auto, fährt dann alleine zum Katetahi-Parkplatz (25 Minuten Fahrt), parkt das Auto dort und fährt mit dem im Voraus gebuchten Schuttlebus zum Mangetepopo-Parkplatz zurück, wo die Gruppe wartet.

 

❖ Shuttlebusse in der Wintersaison

Im Winter fahren nur wenige oder keine Shuttlebusse, da die Hauptwanderzeit in den Sommermonaten ist. Um trotzdem die Highlights vom Tongariro Alpine Crossing mitzunehmen, ist es am besten, den Weg nur halb zu laufen und zum Startpunkt zurückzukehren. Gehst du vom Mangatepopo-Parkplatz los, hast du auf deiner Wanderung die schönsten Eindrücke, wenn du bis zum Red Crater oder dem Blue Lake läufst und dort umkehrst.

Wenn du einen Transport über einen Shuttlebus gebucht hast, behalte die Zeit bei deiner Wanderung im Auge, damit du zur vereinbarten Zeit am Abholpunkt bist. Die Shuttlebusse fahren zu festen, vorgebuchten Zeiten ab! Wenn du es am Ende der Wanderung aber nicht ganz pünktlich schaffst, warten sie in der Regel auch auf dich.


 

Tongariro Alpine Crossing – Übernachtung

Die Shuttlebusse zum Start des Tongariro Alpine Crossing fahren früh am Morgen ab, so dass es ratsam ist, nicht zu weit entfernt, sondern in der Nähe des Startpunktes der Wanderung zu übernachten. Zur Übernachtung bieten sich das National Park Village oder Turangi an. Bei Booking.com* findest du viele Hotels und Hostels in der Nähe. Die meisten Unterkünfte bieten einen Shuttleservice an und in vielen Unterkünften gibt es eine Küche, in der du deine Verpflegung für die Wanderung vorbereiten kannst.

Wir haben im YHA National Park Backpackers* gewohnt und konnten darüber ganz unproblematisch auch unseren Shuttleservice buchen. Der Shuttleservice läuft über Tongariro Crossing Shuttles und holt dich direkt vom Hostel ab. Der erste Shuttlebus fährt um 6:00 Uhr, der letzte fährt um 18:00 Uhr wieder zurück. Das Hostel verfügt über Privat- und Gemeinschaftszimmer.

Gute Unterkünfte in der Nähe des Tongariro Alpine Crossing

 

Camping

Reist du mit dem Campervan durch Neuseeland, befinden sich einige Campingplätze in der Nähe des Tongariro Alpine Crossing wie beispielsweise die Mangahuia Campsite oder die Plateau Lodge. Schau dir dazu am besten einfach die Apps WikiCamps NZ und Camper Mate NZ an, um den passenden Campingplatz für dich zu finden. Die Preise starten ab etwa 13 NZD pro Person und Nacht.

 

Finde deine passende Unterkunft!

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Tongariro Alpine Crossing – gut zu wissen

Damit deine Wanderung in einem der atemberaubendsten Gebiete unserer Erde zu einem tollen Erlebnis wird, haben wir hier noch einmal in Kürze zusammengefasst, was für die Wanderung wichtig ist:

  • Das Tongariro Alpine Crossing ist eine anstrengende Wanderung, mit losen Steinen und teilweise steilem Anstieg. Daher ist eine gewisse körperliche Fitness von Vorteil.
  • Du kommst du an vielen heiligen Stätten der Maori wie beispielsweise dem Blue Lake oder der Mount Ngauruhoe vorbei.
    Gehe nur bei gutem Wetter wandern. Bei schlechtem Wetter wie Nebel oder Regen ist die spektakuläre Aussicht von den Hängen über die Vulkanlandschaft nicht unbedingt gegeben. Das Wetter im Tal kann gut sein, während es in den Bergen schlecht sein kann.
  • Sei für jedes Wetter gerüstet. Die Wanderung führt durch ein alpines Gebiet und während der Wanderung kann das Wetter sehr schnell umschlagen.
    Gehe rechtzeitig los, da sich viele Wanderer mit den Distanzen verschätzen.
  • Bleibe immer auf dem Weg.
  • Stelle sicher, dass du vor Einbruch der Dunkelheit wieder an deinem Auto oder Wohnmobil bist.
  • Informiere jemanden, beispielsweise deine Unterkunft, dass du das Tongariro Alpine Crossing läuft. Im Notfall kann dir dies das Leben retten.
  • Hinterlasse keinen Müll, sondern wirf ihn an den vorgesehenen Orten weg oder nimm ihn wieder mit.
  • Hunde sind im Tongariro Nationalpark nicht erlaubt.

 

❖ Toiletten auf dem Weg

Etwa alle 3 Kilometer oder 1,5 Stunden gibt es Toiletten auf dem Wanderweg des Tongariro Alpine Crossing. An den Hütten und Parkplätzen findest du Toiletten, aber auch direkt am Weg. Nimm dein eigenes Toilettenpapier mit, denn an den Toiletten gibt es keines.

 

❖ Drohne fliegen auf dem Tongariro Alpine Crossing

Möchtest du deine Drohne mitnehmen und im Tongariro Nationalpark fliegen, muss dies vom Departement of Concervation (DOC) genehmigt werden. Ansonsten ist das Fliegen im Nationalpark verboten. Eine Flugerlaubnis ist immer notwendig, um eine Drohne über einem öffentlichen Naturschutzgebiet zu fliegen. Diese musst du im Vorfeld beantragen, um privat oder kommerziell zu fliegen. Nähere Informationen findest du für privaten Drohnenflug und kommerziellen Drohnenflug auf den Seiten des DOC.

 

❖ Das “Der Herr der Ringe” Filmset

Ein Teil der Herr der Ringe Triologie wurde im Tongariro Nationalpark gedreht. Der Mount Ngauruhoe diente als Schicksalsberg (Mount Doom) und die Whakapapa Ski Fields am Mount Ruhapehu sowie das mit kargen und von schwarzen Lavabrocken übersäte Rangipo Desert als Mordor. Hier wurden die Szenen vor dem Schwarzen Tor Morannon gedreht, von denen die meisten in „Die Rückkehr des Königs“ zu sehen sind.

 

❖ Vulkanrisiko

Das Tongariro Alpine Crossing verläuft durch ein aktives Vulkangebiet, in dem Eruptionen jederzeit ohne Vorwarnung möglich sind. Aktive Vulkanschlote im Tongariro Nationalpark sind der Mount Ngauruhoe, der Red Crater und die Te Maari Crater die mit Gefahrenzonen umgeben sind. Informationen zu Risiken und was bei einem Vulkanausbruch zu tun ist, findest du beim Department of Conservation (DOC). Informationen zur aktuellen vulkanischen Aktivität gibt es im Besucherzentrum des Tongariro Nationalparks und auf der Seite von Geonet, auf der die Aktivitäten der einzelnen Vulkane Neuseelands angezeigt werden.


 

Tongariro Alpine Crossing – Packliste

Für das Tongariro Alpine Crossing solltest du einige Dinge im Voraus bedenken und im Rucksack bei deiner Wanderung dabeihaben. Die Strecke durch den Tongariro Nationalpark wird zwar von vielen Wanderern begangen, trotzdem handelt es sich um eine alpine Landschaft, die eine gute Ausstattung erfordert.

  • Kleidung in verschiedenen Schichten
    Auf deiner Wanderung kann es sehr warm, aber auch sehr kalt sein. Wenn du dich nach dem Zwiebelprinzip anziehst, bist du gut ausgerüstet. Wir hatten lange Zip-Hosen* an und mehrere Lagen Oberteile, eine winddichte Jacke*, Mütze und Handschuhe. Morgens brauchten wir lange Kleidung, dann kurze Kleidung. Auf dem Weg die Kraterhänge nach oben, winterliche Kleidung und auf dem Weg zurück wieder kurze Anziehsachen. Auf den Hängen des Red Crater war es bitterkalt und wir waren froh über Mütze, Buff* und Handschuhe.
  • Regenkleidung
    Eine Regenjacke* oder ein Regenschirm* kann auf jeden Fall von Vorteil sein. In den Höhenlagen kann sich das Wetter sehr schnell ändern und es gibt keine Möglichkeit, sich irgendwo unterzustellen.
  • Robuste Wanderschuhe oder Sportschuhe mit gutem Profil
    Für deine Wanderung macht es Sinn, gutes Schuhwerk dabei zu haben. Es herrschen alpine Bedingungen, der Boden ist felsig und auf manchen Hängen voller Geröll und losem Untergrund. Wanderschuhe* eignen sich für die Wanderung am besten. Mit guten Sportschuhen wirst du aber auch zurechtkommen.
  • Sonnenbrille, Sonnencreme und Kopfbedeckung
    Nimm eine Kopfbedeckung*, Sonnenbrille und Sonnencreme mit. In einer Höhe von 1886 m kannst du dir auch bei bewölktem Himmel leicht einen Sonnenbrand oder Sonnenstich holen.
  • Taschenlampe oder Stirnlampe
    Wenn du doch länger unterwegs bist als du es geplant hast und es schon dunkel wird, ist es gut, eine Taschenlampe dabeizuhaben. Wir haben eigentlich immer unsere Stirnlampe* auf einer langen Wanderung dabei.
  • Erste-Hilfe-Set
    Ein kleines Erste-Hilfe-Set gehört auf jeden Fall in den Rucksack, falls du oder jemand anders sich auf dem Weg verletzen.
  • Handy
    Dein Handy* kann dir auch für die Wanderung des Tongariro Alpine Crossing sehr nützlich sein. Wenn du dir das Kartenmaterial von MapsMe herunterlädst, hast du auch eine Navigation auf deinem Smartphone. Außerdem kannst du im Notfall Hilfe rufen.
  • Wasser und Verpflegung
    Da du in der Wildnis bist, gibt es keine Möglichkeiten, Essen oder Getränke zu kaufen und das Wasser entlang der Strecke ist aufgrund der vulkanischen Aktivität nicht zum Trinken geeignet. Nimm also genügend Trinkwasser mit. Daneben empfiehlt es sich, ausreichend Essen für den Weg einzupacken. Stell sicher, dass du Essen und Snacks für die gesamte Wanderung mitbringst, sowie mindestens 3 Liter Wasser pro Person an Sommertagen.
  • Winterausrüstung
    Wenn du im Winter das Tongariro Alpine Crossing wandern möchtest, ist es besser den jeweiligen Verhältnissen entsprechend noch an zusätzlich Dinge wie etwa Thermokleidung, Schneegamaschen, Steigeisen, einen Eispickel oder eine Lawinensonde zu denken.


 

Unser Fazit zum Tongariro Alpine Crossing

Wenn du in Neuseeland bist, plane das Tongariro Alpine Crossing auf jeden Fall mit ein. Die Wanderung war für uns ein absolutes Highlight unserer Neuseelandreise und wir waren beeindruckt von der kargen Schönheit der Natur und der spektakulären Landschaft. Am meisten fasziniert haben uns die smaragdgrünen Emerald Lakes, der Mount Ngauruhoe und der Red Crater. Wenn du für deine Wanderung etwas mehr Zeit einplanst, kannst du unterwegs auch Pausen machen, um die Aussichten und die Schönheit des Tongariro Nationalparks zu genießen.

 

Warst du bereits in Neuseelands atemberaubender Natur wandern oder bist selbst schon das Tongariro Alpine Crossing gelaufen? Erzähle uns deine Eindrücke in den Kommentaren und inspiriere uns und andere mit deinen Erlebnissen.

 


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Steffen

Mich findest du beim Wandern in den Bergen, auf dem Surfboard, oder beim Tauchen durch bunte Fischschwärme. Ich liebe die Natur, Abenteuer und gutes Essen. Am liebsten aber reise ich neugierig um die Welt und entdecke die schönsten Orte und Landschaften unserer Erde. Meine Drohne darf dabei natürlich nicht fehlen.

5 Comments

  1. Antworten

    Clarissa | Charming Landscapes

    6. Januar 2019

    Wahnsinn eure Wanderung. Da kommt man direkt ins Schwärmen.
    Die Emerald Lakes sind ein echter Traum. Dort hätte ich wahrscheinlich ewig verweilen können. Und auch die Farben der Gräser als Kontrast zu dem Gestein sind fantastisch.
    Eine wirklich wundervolle Natur dort in Neuseeland.
    Vielen dank für die vielen schönen Impressionen und euren umfangreichen Tipps.

    Liebe Grüß, Clarissa

    • Farina

      28. Januar 2019

      Hallo Clarissa,

      die Natur Neuseelands ist wirklich unglaublich schön und wir könnten dort auch ewig Wandern gehen. So viele Eindrücke und so spektakuläre Farben! Ganz lieben Dank für deine Nachricht und es freut uns, wenn dir der Bericht gefallen hat!

      Liebe Grüße, Farina

  2. Antworten

    Carmen

    9. Januar 2019

    Wow was für wunderschöne Orte ihr da erkundet habt! Da sind tolle Bilder entstanden. Den Beitrag leite ich weiter an eine Freundin, die bald ihre Reise nach Neuseeland antritt 🙂

    Liebste Grüße,
    Carmen <3

    • Farina

      28. Januar 2019

      Hallo Carmen,

      Dankeschön dafür 😊 Neuseeland ist einfach unheimlich fotogen, selbst mit schlechter Kamera 😉 Ja, mach das gerne. Wenn sie gerne Wandern geht, ist das sicher was für sie! Es hat sich auf jeden Fall gelohnt.

      Liebste Grüße

      Farina

  3. Antworten

    Milli

    29. Januar 2019

    Wow! Was für eine wunderschöne Landschaft. Neuseeland muss einfach traumhaft sein. Leider ist diese tolle Land nicht mal eben “um die Ecke”, weshalb ein Urlaub dort nicht gerade günstig ist. Aber diese schönen Fotos machen wirklich Lust eine Reise an das andere Ende der Welt zu planen.

    Liebe Grüße, Milli

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