Lipton´s Seat Haputale – Aussicht auf die Teefelder

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Wir haben gut geschlafen in unserer Unterkunft in Haputale. Unser Bett ist so schön bequem und den Ruf des Muezzins nehmen wir morgens um 5 Uhr kaum noch wahr. Wir stehen auf und machen uns fertig. Es ist früh und ein Besuch des Lipton´s Seat steht für uns auf dem Programm. Wir laufen los zu unserem verabredeten Tuk-Tuk, dass wir den Tag vorher organisiert haben. Mit Tuk-Tuk-Fahrern muss man hier überall handeln und darf sich nicht über den Tisch ziehen lassen. So haben wir den Preis schnell um das Vierfache gesenkt.

 

 

Der Lipton´s Seat und die Teeplantagen von Sir Thomas Lipton

Einen Ausflug zum Lipton´s Seat können wir dir nur ans Herz legen, so gut hat es uns gefallen. Der Lipton´s Seat ist der Sitz des ehemaligen Teebarons Sir Thomas Lipton. Hier wächst kilometerweit Teestrauch an Teestrauch. Die Teeblätter werden in einer Fabrik mitten in den Bergen verarbeitet und landen später bei uns in den Supermarktregalen als Lipton-Tee.

Von hier stammt also der berühmte Schwarztee. Und seine Herkunft und die Produktion wollen wir uns heute anschauen. In den Bergen hatte Sir Thomas Lipton seinen Lieblingsplatz, den Lipton´s Seat. Zum Lipton´s Seat kommst du am besten früh, da später meist die Wolken aufziehen und den Blick über die Berge versperren. Zudem kommen Besucherhorden, je später es am Tag ist.

Der Eintritt ist mit 50 Rupien pro Person sehr günstig. Das Tuk-Tuk hat uns von Haputale aus 850 Rupien gekostet. Zurück werden wir den Bus nehmen.

 

Mit unserem Tuk-Tuk geht es zum Lipton´s Seat

Es ist noch kalt und wir sind warm angezogen. Der frostige Fahrtwind des Tuk-Tuks weht uns um die Nase, als wir losfahren. Die Fahrt dauert etwa eine halbe Stunde. Die Landschaft, durch die wir fahren, ist abwechslungsreich und gerade jetzt am frühen Morgen noch still. Bis auf unser laut knatterndes Tuk-Tuk.

Unser Fahrer düst auf der Straße durch die Teefelder und die Fahrt ist super. Es geht immer tiefer in die Berglandschaft hinein. Wir passieren Ortschaften und kleine Ansammlungen von Häusern. Und zum Schluss nur noch die grünen Büsche der Teefelder und vereinzelte Bäume.

 

Sonnenschein und himmlische Ruhe umgeben uns

Einen Kilometer vor dem Lipton´s Seat kommt die Kasse. Von hier aus kann man entweder laufen oder man zahlt dafür, mit dem Tuk-Tuk bis nach oben fahren zu können. Wir steigen aus und laufen. Das Wetter ist fantastisch, die Sicht weit und wir freuen uns auf unsere Wanderung. Noch ist kaum jemand unterwegs.

Oben angekommen sind eine Handvoll Touristen vor Ort. Wir genießen die Aussicht und atmen den frühen Morgen in uns ein. Nachdem wir eine Zeit lang auf der Aussichtsplattform verbracht haben, laufen wir in die Teefelder und machen Pause. Ruhe umfängt uns, die Sonne scheint warm und wir sind beschwingt von der schönen Aussicht. Wir lassen die Ruhe auf uns wirken und nutzen die Zeit, um das Panorama auf uns wirken zu lassen.

 

Es wird voll auf der Aussichtsplattform

Die Überraschung erleben wir, als wir zurück zur Aussichtsplattform gehen – Menschen über Menschen und unzählige Autos und Tuk-Tuks drängen sich hier. Damit hätten wir nicht gerechnet. Wir bleiben noch kurz vor Ort, dann wird es uns jedoch zu viel. Was für ein Glück, dass wir schon so früh da waren und die Stille des Morgens nutzen konnten.

Wir laufen vorbei an den Tuk-Tuks, die am Straßenrand parken und machen uns auf den Rückweg. Diesmal fahren wir nicht mit dem Tuk-Tuk, sondern wir laufen etwa 6 Kilometer den Weg zurück bis zur Teefabrik. Hier an der Teefabrik liegt auch die Bushaltestelle, von der aus regelmäßig Busse zurück nach Haputale fahren.

Auf dem Weg nach unten begegnen uns zwar einige Tuk-Tuks und Autos, aber das Chaos aus Besuchern haben wir nach einem kurzen Marsch bereits hinter uns gelassen und es wird wieder herrlich ruhig.

Die Wanderung durch die Teefelder ist relativ weit. Dafür aber wunderschön und es lohnt sich, den Weg zu laufen, anstatt ihn zu fahren. Grün, grün, grün, soweit das Auge reicht. Zwischendurch einige Bewohner der Berge und spielende Kinder. Bis wir irgendwann an der Teefabrik ankommen, ist es schon etwas später.

 

Die Dambatenne Teefabrik

Die Wanderung war etwas anstrengend und auf den letzten Metern sind wir froh, angekommen zu sein. Die Dambatenne Teefabrik liegt in einem großen Gebäude vor uns. Die Mitarbeiter produzieren hier den Tee von Lipton. Die Teepflücker sammeln die Blätter, die hier weiterverarbeitet werden und über Förderbänder durch große Hallen laufen.

Als wir an der Teefabrik ankommen, findet gerade eine Führung statt, an der wir teilnehmen. Filmen dürfen wir nicht. Es ist interessant, so eine Teefabrik von innen zu sehen. Wirklich spannend ist es aber nicht. Wenn du also vor Ort bist, schau es dir ruhig an. Du kannst einen Besuch aber auch auslassen. Die Führung kostet 250 Rupien pro Person.

Teeproduktion und Hygiene? Fehlanzeige …

Interessant und typisch für Sri Lanka ist jedenfalls, dass der Tee auf dem staubigen Hallenboden ausgebreitet wird, auf dem wir Besucher mit unseren dreckigen Schuhen herumlaufen. Als wir dort sind, fegt gerade ein Mitarbeiter die restlichen Teeblätter vom dreckigen Boden und schüttet sie zu den anderen Teeblättern auf das Fließband. Na lecker …

Nach der Führung nehmen wir den letzten Bus zurück. Alle Sitze füllen sich schnell und wir haben Glück, einen Platz zu ergattern.

Möchtest du wissen, wie es am Lipton´s Seat ist? Schau dir gerne unser Video an.

 


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Farina

Frühaufsteherin, Sonnenanbeterin und Weltenbummlerin. Ich fühle mich in der Natur zu Hause, liebe die Tiere und das Meer. Hier findest du mich mit einem Buch in der Hand, mit einer Kokosnuss oder gleich mit beidem. Zu meinen Leidenschaften gehören, das Reisen, gesundes Essen und fremde Orte. Ich liebe die Abwechslung, das Unterwegssein und die Veränderung. Hiervon findest du einiges auf unserem Blog.

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