Unawatuna – zu viel Reis und Strandleben am Jungle Beach

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Wir reisen aus Hikkaduwa ab. Wir sind froh, dass unsere Reise nun weiter in den Süden Sri Lankas geht. Hikkaduwa war uns einfach zu geschäftig. Es gibt zu viel Straßenverkehr und zu wenig Natur für unseren Geschmack. Wir haben Glück, unser Bus ist heute ganz leer. Jedenfalls, bis wir nach Galle kommen, wo wir umsteigen müssen.

 

 

Es ist jedes Mal ein Erlebnis, im Bus zu fahren. Denn oft wissen wir nicht genau, ob wir unser ganzes Gepäck ohne Probleme hinein und wieder hinaus bekommen. Die Busfahrer an der Südküste zwischen Colombo und Mirissa sind nicht sehr geduldig. Und so kann es passieren, dass der Bus bereits losfährt, sobald wir den Fuß in der Tür haben.

Mit schwerem Gepäck im engen Eingangsbereich in voll besetzten Bussen oft eine Herausforderung. Allerdings ist uns dies lediglich an der Südküste so ergangen. In anderen Gebieten Sri Lankas sind die Busfahrer etwas entspannter.

 

In Galle steigen wir um – unser Bus ist sehr in die Jahre gekommen

Die bunten Hütten der Anwohner ziehen an uns vorbei, während unser Bus hinter Tuk-Tuks seinen Weg entlang dem Meer verfolgt. In Galle müssen wir zunächst den richtigen Bus suchen. Das Gute an Sri Lanka ist, man kann sich überall durchfragen und die Menschen sind äußerst hilfsbereit. So haben wir schnell den richtigen Bus gefunden. Doch dachten wir bisher, dass wir in alten Bussen unterwegs gewesen wären, werden wir nun eines Besseren belehrt.

Die Bremsen quietschen und vor uns öffnet sich der Gastraum unseres Busses. Einfache Sitzbänke heißen uns willkommen. Es ist genauso leer wie zuvor. Einziger Unterschied: Der Bus röhrt wie ein Traktor. Und auch die Gangschaltung sieht ziemlich abenteuerlich aus. Wir machen es uns auf den einfach Sitzen so bequem wie möglich. Jeden Tag ein neues Erlebnis für unsere Erinnerungen.

 

Wir kommen in unserer Unterkunft an – und wechseln prompt das Zimmer

Und weiter geht es durch den Straßenverkehr an der Küste entlang. Wir kommen in unserer Unterkunft* an. Allerdings sind wir zunächst wenig begeistert. Ein dunkler, muffiger Raum empfängt uns. Ohne Fenster. Nach einem kurzen Gespräch dürfen wir das Zimmer wechseln, diesmal geht es zur stark befahrenen, lauten Straße. Na toll, was für ein Start. Aber unser Zimmer ist wenigstens sauber und zum Strand ist es nicht weit. Und unsere Gastgeber sind sehr süß und freundlich. Es gibt eine kleine Speisekarte und man kann Essen vorbestellen.

 

Strandleben in Unawatuna – relaxen und Sonne tanken

Nachdem wir ausgepackt haben, gehen wir als Erstes an den Strand. Hier kann man es aushalten. Den Sand zwischen den Zehen und die Sonne im Gesicht sieht die Welt schon ganz anders aus. Allerdings müssen wir aufpassen, keinen Sonnenbrand zu bekommen.

Der Strand bildet eine kleine Bucht. Wir packen unsere Handtücher aus und ab geht es ins Meer. Am Strand gibt es Holzgerüste, von denen aus die Einheimischen früher traditionell gefischt haben und auch zum Teil heute noch fischen – die sogenannten Stelzenfischer. Steffen versucht sein Glück, den Holzmast zu erklimmen. Gar nicht so einfach. Aber nach kleinen Anlaufschwierigkeiten sitzt er elegant oben auf dem Hochsitz.

 

Nach dem Strand gehen wir essen

Natürlich gibt es auch hier Straßenhunde. Perplex sehen wir zu, wie ein Restaurantmitarbeiter eine Flasche nach den Hunden wirft, um sie zu vertreiben. Unmöglich so etwas. Hier jedoch oft Alltag für die Vierbeiner. Nachdem wir lange genug am Wasser verbracht haben, machen wir uns auf den Nachhauseweg.

Wir duschen und irgendwie knurrt unser Magen. Da es bereits dämmert, machen wir uns auf den Weg in ein Restaurant. Hier gibt es wesentlich mehr Auswahl als in Hikkaduwa oder Bentota. An einem schönen Restaurant halten wir an. Hier sieht es nett aus und der Preis stimmt auch.

 

Stromausfall – typisch Sri Lanka

Wir haben gerade die Speisekarte bekommen, als es um uns herum schwarz wird – Stromausfall. Die Nacht ist pechschwarz. Aber irgendwie ist es gemütlich, im Schein der Kerzen zu sitzen. Nach kurzer Zeit im Dunkeln haben wir jedoch wieder Licht und der Betrieb nimmt seinen geregelten Gang. Wir haben uns Reis mit Curry bestellt und unser Essen ist ziemlich lecker. Großer Pluspunkt – wer noch Hunger hat, bekommt noch einen Nachschlag!

 

Genug von Reis. Endlich Obst!

Ein paar Tage später reicht es uns jedoch mit Reis. Man muss dazu wissen, Sri Lanker essen oft bis zu drei Mal täglich Reis. Und das Reis und Curry ist auf Sri Lanka auch echt gut. Nur eben nicht jeden Tag. Und uns fehlen Vitamine. So sind wir glücklich, einen Obststand gefunden zu haben.

So ganz sicher sind wir uns beim Obstkauf allerdings noch nicht. Dass wir später fast nur noch auf Märkten einkaufen gehen werden, wissen wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Und auch nicht, dass die dunkellila Mangostane ganz schnell unsere Lieblingsfrucht werden würde und noch bis heute ist.

Und so kaufen wir an dem kleinen Straßenstand ein. Was noch zum täglichen Leben auf Sri Lanka gehört, ist die Kokosnuss. Auf Sri Lanka leben wir getreu unserem neuen Motto:

a coconut a day keeps the doctor away

 

Der Jungle Beach – versteckt im Grün des Urwaldes

Auf dem Weg zum versteckten „Jungle Beach“ nehmen wir uns also Kokosnüsse als Wegzehrung mit. Der Weg ist doch etwas weiter als gedacht und wir laufen über Trampelpfade durch das Dickicht der grünen Umgebung. Mittlerweile ist es schon recht spät und wir hätten uns doch etwas eher auf den Weg machen sollen. Trotz allem ist die Luft noch immer schwülwarm und wir sind nassgeschwitzt, als wir endlich am Strand ankommen.

Der Jungle Beach ist schöner als der Hauptstrand. Klein und verborgen liegt er zwischen Felsen und der Ausflug hierher hat sich sehr gelohnt. Solltest du also mal in Unawatuna sein, darfst du den Jungle Beach nicht verpassen. Wir machen es uns am Strand gemütlich und genießen die Zeit an diesem hübschen Fleckchen am Meer.

Als wir zurückgehen, wird es schon dunkel und die Mücken kommen raus. Ein wirksames Mückenspray* ist deshalb ein Must-have in deinem Rucksack, wenn du den Jungle Beach besuchst.

 

Sri-lankische Namen sind schwer – aber Übung macht den Meister

Morgen reisen wir von Unawatuna wieder ab und es geht für uns weiter nach Marissa … Märissa … äh … Mirissa. Die Namen der sri-lankischen Orte werfen wir zwischendurch irgendwie noch immer durcheinander. Na ja, irgendwann werden auch wir gelernt haben, dass es „Unawatuna“ und „Mirissa“ heißt. Wir haben ja schließlich noch einige Wochen Zeit zum Lernen.

 

Schau gerne mal bei unseren Strandtagen im belebten Unawatuna vorbei!

 


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Farina

Frühaufsteherin, Sonnenanbeterin und Weltenbummlerin. Ich fühle mich in der Natur zu Hause, liebe die Tiere und das Meer. Hier findest du mich mit einem Buch in der Hand, mit einer Kokosnuss oder gleich mit beidem. Zu meinen Leidenschaften gehören, das Reisen, gesundes Essen und fremde Orte. Ich liebe die Abwechslung, das Unterwegssein und die Veränderung. Hiervon findest du einiges auf unserem Blog.

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